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Neural Health Blog

Neuronavigation für rTMS

Warum Neuronavigation für die repetitive rTMS in der klinischen Praxis wichtig ist

Die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) ist ein etabliertes klinisches Verfahren, doch ihre Wirksamkeit hängt von Präzision und Reproduzierbarkeit ab.

Die Neuronavigation stellt einen bedeutenden Fortschritt gegenüber traditionellen, kopfhautbasierten Zielmethoden dar. Durch die Nutzung der strukturellen MRT jedes Patienten ermöglicht die Neuronavigation eine anatomisch genaue Zielbestimmung. Dieser Ansatz berücksichtigt die interindividuelle Variabilität der Schädelanatomie, der kortikalen Faltung und der Hirn‑zu‑Haut‑Distanz. Dadurch wird die Stimulation in die beabsichtigte kortikale Region und nicht nur an eine ungefähre Kopfhautstelle geliefert.

Die Neuronavigation verbessert zudem die Reproduzierbarkeit von Sitzung zu Sitzung. Bei repetitiven Protokollen ist die konsistente Positionierung der Spule über Tage oder Wochen entscheidend für die therapeutische Wirksamkeit. Millimetergenaue Genauigkeit sichert die zuverlässige Aktivierung desselben neuronalen Substrats über die Zeit. Ein weiterer wichtiger Vorteil ist die Reduktion der operatorabhängigen Variabilität. Landmarken- oder kappenbasierte Methoden sind anfällig für die Erfahrung des Klinikers und Positionierungsfehler. Die Neuronavigation standardisiert die Zielbestimmung über verschiedene Anwender und klinische Settings hinweg. Zusätzlich optimiert die präzise Kontrolle der Spulenorientierung relativ zu kortikalen Gyri das induzierte elektrische Feld. Dies erhöht die physiologische Spezifität und kann klinische Ergebnisse verbessern.

Schließlich verbessert die Neuronavigation die Sicherheit, Dokumentation und Qualitätssicherung. Echtzeit-Feedback und detaillierte Protokolle unterstützen die Rückverfolgbarkeit und erleichtern die Integration klinischer Versorgung in forschungsorientierte Protokolle.

TMS Buran Team

PTNS-Stimulationsgerät
PTNS-Elektrodenplatzierung

Posteriore Tibia-Nervstimulation bei chronischem Beckenschmerz: Wo stehen wir jetzt?

Chronischer Beckenschmerz (CPP) ist eine komplexe, multifaktorielle Erkrankung, die sowohl Männer als auch Frauen betrifft und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigt. Die Prävalenz bei erwachsenen Frauen wird auf 6% bis 27% geschätzt und ist häufig mit Harn-, Magen-Darm-, sexuellen und muskelskelettsystem-Symptomen sowie Angst und Depression verbunden.

Die posteriore Tibia-Nervstimulation (PTNS/TTNS) hat sich als kostengünstige, minimalinvasive und sichere Neuromodulationstechnik in diesem anspruchsvollen klinischen Kontext etabliert.

Dr. Öznur Buran

Dr. Öznur Buran mit TMS-Gerät

Transkraniale Magnetstimulation und Schlaganfallrehabilitation

Der Schlaganfall bleibt eine der führenden Ursachen für langfristige Behinderungen weltweit und führt häufig zu Bewegungsstörungen, Aphasie und chronischen Schmerzen. In den letzten Jahren hat sich die nicht-invasive Hirnstimulation (NIBS) - insbesondere die transkraniale Magnetstimulation (TMS) - als ergänzendes Werkzeug in der Neurorehabilitation etabliert.

TMS basiert auf elektromagnetischer Induktion und erzeugt kurze Magnetfelder bis zu 1-2,5 Tesla, die elektrische Ströme im Kortexgewebe induzieren. Diese Ströme modulieren die neuronale Erregbarkeit und Netzwerkdynamiken auf fokale und reversible Weise.

Dr. Öznur Buran